Nun hat es also doch noch geklappt! Nachdem ein trauriger, fiebriger Ralfi in der Nacht vorm Berliner-Marathon entschied, dass es mit Fieber doch nicht das Wahre sein kann, einen Marathon zu laufen, wurde kurzerhand Plan B geschmiedet und in die Tat umgesetzt.
Am Samstag fuhren wir nun also nach Dresden, machten uns einen schönen Tag mit Stadtrundfahrt, Spazierengehen und leckerem Essen. Nebenbei holten wir noch die Startnummer in der Messe Dresden ab und erkundeten die örtlichen Gegebenheiten bevor wir in unserer ... äh, komfortlosen ... Pension früh zu Bett gingen.
Nachdem Ralfi sich entschieden hatte, welche Sachen er zum Marathon tragen würde, ging es dann in aller früh Richtung Zentrum. Wir fanden einen hervorragenden Parkplatz, den wir so toll fanden, dass wir direkt noch mal dahin zurückgingen als klar wurde, dass der Marathonläufer seine Bauchtasche vergessen hatte. Na ja, Kimmy kann bestätigen, dass das zumindest nicht so drastisch war wir letztes Jahr!! :-)
Ich habe mich dann bald schon mal Richtung KM 4 begeben. Dort war ich erst mal ziemlich alleine mit zwei wachhabenden Polizisten. Kein Wunder - bei 4°C und Regen. Es gesellten sich dann doch noch ein Radfahrer, ein Pärchen und ein Mann mit Hund dazu. Mmh, nicht ganz Berliner Verhältnisse.... Von weitem hörte ich den Startpfiff und wenig später sprang auch der mopsfidele Marathonläufer an mir vorbei. Alles chic!!
Nun brauchte ich nur die Straßenseite zu wechseln, wo er wenig später wieder vorbeikam. Das war dann schon KM 15, und er schien sehr munter und locker. Als Wegzehrung gab es noch mal ein paar Sticks von mir.
Wieder brauchte ich nur die Straßenseite zu wechseln, allerdings verging über eine Stunde bis er wieder da war - nach nunmehr 29 Kilometern. Ehrlich gesagt, sah er da grade gar nicht mehr so gut aus. Leider hatte ich auch keine Sticks mehr für ihn (kleiner Rechenfehler seinerseits). Nun war ich auch schon total durchgefroren und habe mir ganz schön Gedanken um meinen Helden gemacht. ABER: Der Pacemaker für die 4:00:00-Zeit kam erst lange, lange nach ihm, so dass ich wusste, dass er gut in der Zeit lag.
Zum letzten Mal wechselte ich die Straßenseite. Als Ralfi nach 35 km wieder dort ankam, rannte ich ein Stück neben ihm her. Er tat mir so leid, da er offenbar Seitenstechen (?) hatte und ganz schön litt. Trotzdem gelang es mir nur wenige Meter, überhaupt mit ihm Schritt zu halten, so dass ich ihn wieder alleine lassen musste.
Dann ging es für mich im Stechschritt weiter zu KM 41+. Kaum war ich dort, kam auch Ralfi über die Brücke. Da sah er auch schon wieder ziemlich fit aus. An der Ecke wurden per Lautsprecher alle durchkommenden Läufer namentlich benannt. Das hat ihm eindeutig nochmal Auftrieb gegeben zumal auch DER VEREIN benannt wurde. Ich bin dann noch ein kurzes Stück mit ihm mit *keuch* ... und Schwupsdiwups war er nach 3:51:49 im Ziel!!
Ich bin sooooo stolz auf meinen Marathonläufer!!
1 Kommentar:
Sehr lieb von dir!!
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